Abenteuer
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Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Weißt du noch, wie es war, als du jünger warst?

Irgendwie war alles viel aufregender und spannender.

  • Aber war es das wirklich oder hast du einfach nur deine Gewohnheiten ausgebildet?
  • Kann es sein, dass sich die Routine in dein Leben eingeschlichen hat?

Schon lange ist mir klar, dass die verheißungsvollste Zeit im Jahr für mich die Reisezeit ist – sobald ich Urlaub habe im Job, versuche ich, auf Reisen zu sein. Der Alltag ist weit weg und auch die täglichen Problemchen – wann mache ich den Arzttermin aus? Wer geht einkaufen? Ist denn heut schon wieder Müllabfuhr?

Wenn ich dieses tägliche Brot beschreibe, klingt das ziemlich trivial – und das ist es ja auch. Aber ich war nicht damit zufrieden, dass immer nur der Urlaub meinen Puls höher schlagen lässt und meine Vorfreude entfacht.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Diese Frage stelle ich mir nicht nur beim Reisen, sondern auch im Alltag. Das heißt, ich versuche immer wieder, etwas völlig Neues zu erleben.

Dieses Gänsehaut-Kribbeln

Also habe ich überlegt, welche Tage die sind, an die ich mich gern erinnere, die mir im Gedächtnis bleiben, bei deren Erinnerung ich grinsen muss. Und habe festgestellt, dass es die Tage mit den neuen Erfahrungen sind. Die Tage, die sich nicht messen lassen mussten, weil ich etwas erlebt oder ausprobiert habe, was ich nie zuvor gemacht hatte.

Kleinen Kindern geht es jeden Tag so, dass sie neue Dinge erfahren und erleben. Ihr Gehirn wächst daran und sie nehmen alles auf wie ein Schwamm. Ich hab mir einfach gesagt, ich geh zurück auf los und biete meinem Hirn wieder mal etwas, was es noch nicht kennt!

Kennst du Brainfood? Damit ist eigentlich Essen gemeint, welches eine gute Gedächtnisleistung ermöglicht. Mein Konzept, Dinge zum ersten Mal zu machen und das ganz bewusst, nenne ich Psycho Brainfood. [Anmerkung der Verfasserin: Ich muss mit der Zeit gehen und teste deshalb Anglizismen!]

Im Urlaub und zuhause: Dinge zum ersten Mal machen

Zuhause besuche ich ein neues Restaurant, das in der Stadt aufgemacht hat oder schaue einen neuen Sender. Wenn ich motivierter bin, lese ich ein neues Genre oder arbeite mich in spannende Themen im Netz ein. So habe ich die #RN8 auf Twitter entdeckt und viele Gleichgesinnte getroffen. Im Job gehe ich ein Thema an, das immer brach lag. Ich hab schon nebenbei Indonesisch gelernt und war letztes Jahr zum ersten Mal als Verkäuferin auf dem Flohmarkt. Am Wochenende hab ich mich im neuen Schlafsack nachts auf die Weise gelegt und die Sterne betrachtet.

Im Urlaub will ich natürlich immer neue Länder sehen (eine bekannte Krankheit), aber ich probiere auch neue Reisestile aus. Letztes Jahr war ich mit dem Zigeunerwagen unterwegs, dieses Jahr will ich eine Weitwanderung wagen. Geschlafen habe ich trotz großer Vorbehalte auch schon im Schlafwagen… Das Wohnmobil war aber weitaus bequemer! Eben immer was Neues, stets das Gehirn in Bewegung halten! Auf meiner Bucket List findest du noch weitere Dinge, die ich zum ersten Mal machen möchte.

Jetzt bist du dran: Wann hast DU das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

 

5 Kommentare

  1. Hallo Franziska,
    in der letzten Zeit fühle ich mich oft wie ein Kind – weil ich häufig was zum ersten Mal mache. Ich war vor 35 Jahren 18, und heute weiß ich: Alter schützt vor Abenteuer nicht. Doch um dahin zu kommen, musste ich krank werden. Zum Glück – sage ich jetzt. 2006 war ich in der Wüste – zum ersten Mal. 2007 Tandem-Paragliding – zum ersten Mal. 2008 Trekkingtour West-Coast-Trail in Kanada- zum ersten Mal. 2009 in 3 Wochen gut 1500 km geradelt – zum ersten Mal….. Im Februar diesen Jahres stellte ich – natürlich zum ersten Mal – auf der ADFC Fahrradmesse in Hamburg meine Radreise nach England vor, unter dem Motto „Frau allein auf der Piste“. Alles nachzulesen hier: http://www.diezweiunterwegs.de
    Die Idee mit der To-do-Liste, bevor ich tot vom Rad falle oder mit meinem Rucksack endgültig in die Knie gehe, finde ich großartig. Die bekommst du von mir noch in dieser Woche. Versprochen.
    Gruß KAREN

    • Hallo Karen,
      danke für deinen Kommentar! Ich bin sehr gespannt auf deine Bucket List und freue mich, wenn du sie mir sendest! Übrigens bin ich ganz deiner Meinung – Alter schützt hoffentlich nicht vor Abenteuern!

      Ich habe auf deiner Seite gestöbert; besonders die Wanderung auf dem grünen Band fasziniert mich! Ich war vor zwei Wochen auf dem „Hochrhöner“ unterwegs in der Nähe der Wasserkuppe, ebenfalls mit Zelt und Schlafsack. Schade, dass ich darunter nicht kommentieren kann!

      Liebe Grüße
      Franziska

      • KAREN sagt

        Hallo Franziska,
        warum die Kommentare nicht funktionieren, muss ich klären. Danke für den Hinweis. Melde mich, wenn ich den Fehler gefunden habe.

        Toll, du schnappst dir auch Zelt und Rucksack und ziehst einfach los. Was für ein Gefühl von Freiheit, egal ob im Fahrradsattel oder auf Schusters Rappen. Den Hochrhöner habe ich gegoogelt und werde ihn mir merken. Schreibe gerade an der Bucket List, du bekommst sie heute noch.

        Gruß KAREN

  2. Sabine sagt

    Hi Franzi,

    habe Vorgestern mal wieder etwas nach langer Zeit gemacht. Fahrrad fahren durch einen strömenden Sommerregen. Da ist mir eingefallen, dass Du auch immer wieder dazu ermunterst. Herrlich war es. Schön, um mit meinen Gedanken mal kurz dem Alltag zu entfliehen und ihnen eine Abkühlung zu gönnen.

    Lieben Gruß,
    Sabine

    • Hallo Sabine,
      Fahrrad fahren durch den Sommerregen – das klingt genial! Hoffentlich haben wir diesen Sommer viele Gelegenheiten dazu und das Wasser von oben ist möglichst warm!

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